WortBildHauer

Weltenlauf

Erde


von unten

blauer Blick

in himmlische

Unendlichkeit


vom All gesehn:

ein kleiner Punkt


der dich

und mich

und alles 

hält

Frühling ?

ist’s schon so weit?


klirrende Kälte

nur Erinnerung?


lau lockt der Wind 

unglaublich grün das Gras


voll blüht die Zaubernuss


versteckt und nah

lauert der Frost


die Vögel

:

zwitschern

kühl klare Luft

streichelt die Haut


der leichte Biss 

erfrischt


wärmende Sonne

taucht mich zugleich


in strahlende Freude


sinnlichen Fühlens

des Frühlings

früh im Jahr

wenn Tage länger

ihr Licht behalten und Nacht

den Rückzug antritt


wenn klar, kraftvoll

und fast zu hart

die Blüte grelle Farben

nach außen treibt


wird neue Lust

frisch und jung geboren

und in die vorher kalte Welt

gegen den Tod geworfen


der später wieder

siegt und immer Platz schafft

für solchen Auftakt großer Symphonien


des Lebens

Frühling

früh im Jahr

wenn Tage länger 

ihr Licht behalten und Nacht

den Rückzug antritt


wenn klar, kraftvoll

und fast zu hart 

die Blüte grelle Farben

nach außen treibt


wird neue Lust

frisch und jung geboren

und in die vorher kalte Welt 

gegen den Tod geworfen


der später wieder 

siegt und immer Platz schafft

für solchen Auftakt großer Symphonien 


des Lebens

Sommerwärme

nach des Frühjahrs

langem Schaffen

wärmt Sommersonne

müde Körper


Seelen ruhen

in lauem Wind

besinnen sich

aufs Sein


das neue Tun

kann warten


Herbst

Herbstsonne

küsst


leuchtende Blätter


tiefe

samtweiche

Zartheit


vorm Fallen

Kristallnebel

der große

Nebel legt sich

als herrlicher Kristall

an all die eisig kalten Zweige


Regen

sanfter Regen

weiches Sein

annehmen

was ist


niederlassen

in ruhiger Seelentiefe

heimisch werden

in flüchtiger Existenz


weich wird meine Seele

und sanft mein Geist


auch wenn’s

nicht hüpft

:

hier ist

das Herz

zuhause

fern, matt die Berge

funkelnd hüpfen im See

Blitze der Sonne

eintauchen

hoch in die Berge


schwimmen

in Himmelsblau

und Wolkenflug


vergessen

der Absturz

ins Alltagsgrau

vor blauem Himmel

zittern Beeren und Blätter

die Sonne blinzelt

leicht kühl der Wind

auf dem Weg schon welke Blätter

noch wärmt die Sonne

alte Beeren trotzen

Regen und eisigem Wind

Winter wartet

noch

Rosen im Schnee

den Sommer 

und das eifrige

zum Himmel Strecken 

lassen


jetzt endlich 

schlafen 


weil die Blüte schön war

und die Freude sah


lassen

schweben

fallen


in sanfter Stille

nachts 

erfrieren

Thomas Dietz : Lyrik, Skulptur & Fotografie